Kurse / Ein Rundgang auf jüdischen Spuren durch Hennef-Geistingen


14Juni 2026
Der Kurs ist fast voll

(Kurs-Nr. 261-10219) Ein Rundgang auf jüdischen Spuren durch Hennef-Geistingen

Veranstaltungsort:
Hennef, Treffpunkt Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge Ge
Datum:
Sonntag, 14.06.2026
Kursleiter*in:
Dr. Claudia Maria Arndt Saskia Klemp
Wochentage:
Fr.
Dauer:
1 Termin
Uhrzeit:
14:00 – 15:30 Uhr
Unterrichtsstunden gesamt:
2
Entgelt:
8,50 EUR
Max. Teilnehmendenzahl:
25

Bereits im 14. Jh. lebten in Stadt Blankenberg, Verwaltungssitz im Herzogtum Berg, jüdische Familien. Das Pestpogrom von 1349 führte zur fast völligen Auslöschung der Blankenberger Juden. Zwar folgte dort um 1360 eine erneute Niederlassung einzelner Jüdinnen und Juden, aber um Mitte des 15. Jh. wurde ein allgemeines Niederlassungsverbot ausgesprochen, sie wurden aus dem Herzogtum Berg ausgewiesen. Ab dem 16. Jh. siedelten sich wieder vereinzelt jüdische Familien in der Stadt Blankenberg und in den Dörfern der Umgebung an, so auch in Geistingen. Als 1815 das Rheinland an Preußen fiel, wuchs der Anteil der jüdischen Bevölkerung in den drei neuen Bürgermeistereien Hennef, Lauthausen und Uckerath. Mitte des 19. Jh. lebten im Gebiet der Bürgermeisterei Hennef die meisten Juden in Geistingen. Die Mehrzahl der jüdischen Bewohner fand ihr Auskommen als Klein- und Viehhändler sowie als Trödler. 1862 konnte eine Synagoge an der Sövener Straße/Bergstraße fertiggestellt und eingeweiht werden. Christliche Mehrheit und jüdische Minderheit lebten bis zu Beginn der NS-Zeit 1933 in gutem Einvernehmen. Nach Verfolgung und Vertreibung seit der NS-Machtübernahme 1933 lebten infolge von Flucht und schrittweiser Deportation ab September 1942 keine Jüdinnen und Juden mehr in Geistingen, die jüdische Gemeinde war endgültig zerschlagen.

Dr. Claudia Arndt und Saskia Klemp, M.A. laden Sie ein, die noch sichtbaren Spuren des ehemaligen jüdischen Lebens in Geistingen zu entdecken.  Sie stellen die Geschichte der jüdischen Gemeinde und der Synagoge vor, erläutern einige Biographien hinter den Stolpersteinen in der Bergstraße und führen auf den jüdischen Friedhof. Die männlichen Teilnehmer werden gebeten, dort eine Kopfbedeckung zu tragen.

Treffpunkt: An der Sövener Straße an der Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge Geistingen, 53773 Hennef.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Archiv des Rhein-Sieg-Kreises.



14.06.2026, 14:00 - 15:30 Uhr | Treffpunkt Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge Ge
14.06.2026, 14:00 - 15:30 Uhr | Treffpunkt Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge Ge